Shiatsu bei Krebs

Lange Zeit war man der Meinung, Massagen könnten onkologischen Patienten (Menschen, die an Krebs erkrankt sind) schaden und wurde so in manchen Unterlagen die Krebserkrankung als Kontraindikation für Massage aufgeführt. Ähnlich die Situation auch bei Shiatsu: Lange Zeit wurde von Vielen die Meinung vertreten, dass Shiatsu bei Krebs nicht angebracht sei, im Gegenteil die Krankheit „befördere“. Das hat sich aber zunehmend mit dem (schulmedizinischen) Verständnis von Krebs als systemische Erkrankung geändert. Und so werden heute – fachgerecht – angewendete Shiatsu-Behandlungen von den meisten Shiatsu-PraktikerInnen und -Lehrenden als Unterstützung für onkologisch erkrankte Menschen angesehen und erfahren.

Selbst Lymphdrainagen, wurden früher vielfach als kontrainduziert betrachtet, dennoch setzten sie sich zur Behandlung von Lymphödemen bei krebskranken Menschen durch. Und man beobachtete dabei, wie sehr die sanfte Berührung der Lymphdrainage von den Erkrankten genossen wurde. Studien in den letzten Jahren haben die positiven Effekte von Shiatsu und Massagen wissenschaftlich belegt und gezeigt, dass sie sich bei Krebserkrankungen unterstützend auswirken. Sogar somatische Beschwerden wie Schmerzen können so um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Zudem wirkt Shiatsu auf die von vielen Patienten als quälend erlebte Müdigkeit, sowie auf Angst, Übelkeit und Depressionen. Selbst Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie werden dadurch abgeschwächt und das Immunsystem gestärkt.

Eine genaue Abklärung sollte allerdings im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt gemacht werden. Auch sollten Daten der Chemotherapie genau angegeben werden, damit die Behandlungen entweder im Vorfeld oder gleich danach angesetzt werden. Hier hat es sich gezeigt dass eine zeitnahe begleitende Behandlungsserie am besten wirkt.

Shiatsu versteht sich als Ergänzung zu den medizinischen Massnahmen. Die Lebensenergie, das Gesunde im Körper und das Immunsystem werden gestärkt. Die Behandlung unterstützt den Zugang zum eigenen Körper, das in Kontakt mit sich Sein und die Eigen- und Körperwahrnehmung. Die sorgfältige therapeutische Begleitung vermittelt Halt und Orientierung in einer Zeit extremer Verunsicherung und Unsicherheit, bei der Diagnosestellung und Prognose, während des Zeitraumes der medizinischen Massnahmen, in Behandlungspausen, bei der Nachsorge und Gesundung oder, bei unheilbarem Verlauf, während des Sterbeprozesses.

Bei Fragen kontaktieren Sie mich am besten telefonisch oder per E-Mail – gerne können wir auch zuerst einen Beratungstermin vereinbaren.

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